Video & Animation

If I Had A Hammer… | Animationsfilm | Loop |2006

Dieser Animationsfilm beschreibt einen infantilen Traum, in dem ein Fräulein zur Puppe wird.

Im Korsett erfährt sie puppenhafte Steifheit und Unbeweglichkeit, wobei aber gleichzeitig die erotische Weiblichkeit des Fräuleins akzentuiert wird. Ihr Kostüm ist in den Farben pink bis hellrosa gehalten, welche sowohl die Farben sind, die kleinen Mädchen zugeordnet sind, aber auch die Farben des Fleisches sind.

Das Fräulein findet eine Nuss unter ihrem Kissen und das Geschehen nimmt seinen Lauf. Mit einem Hammer versucht sie sich daran, die Nuss zu knacken. Bei jedem Hammerschlag jauchzt sie verzückt und erschrocken zugleich auf. Der Wechsel zwischen Schlag und Schrei zeigt dabei keinesfalls eine aggressive Situation, aber erinnert daran. Das metaphorische Bild von kindlicher Erfahrung mit Aggressivität entsteht, ist aber nicht zwingend. Desweiteren erinnert es an die kindliche Faszination für Spiele, bei denen ein gewisses Schreck- oder Angstmoment enthalten ist, wie “Verstecken” oder “Hoope, hoppe Reiter”.

Das Hämmern löst sich auf, indem sich der Hammer in einen Spielzeugzauberstab verwandelt. Das Werkzeug eines Erwachsenen wird zum “Werkzeug” eines Kindes. Beiden wohnt eine phallische Symbolik inne, während jedoch der Hammer der Welt der Erwachsenen entspringt, ist der Zauberstab Teil einer kindlichen Traumwelt, mit der Glaube und Hoffnung verbunden sind.

Fräulein schwingt den Zauberstab, wie schon zuvor den Hammer und es erscheint ein Paar Ballettschuhe. Die Szenerie ufert in dem filmischen Bild einer Spieluhr, durch deren gewölbtes Glas, man eine tanzende Ballerina sieht. Gefangen in ihrer eigenen kleinen Welt tanzt die Ballerina zur Melodie.

 

Arkadia| Ein-Kanal-Videoinstallation | Maße variabel | 2007

In Form eines Tryptichons sieht man drei Filme nebeneinander laufen, in denen eine junge Frau vor einer idyllischen Landschaft mit Schafen und Hügeln im Hintergrund Geige spielt. Dabei wird eine verfremdete irische Melodie gespielt, die wie in einer Art Schlagabtausch zwischen den drei Filmen wechselt. Die Schafe bilden dabei Hintergrund und Publikum des Geigenspiels. Die Landschaft erinnert an die Vorstellung von Arkadien, dem mythologisch verklärten Ort des Goldenen Zeitalters, einer Hirtenlandschaft, wo die Menschen unbelastet von mühsamer Arbeit und gesellschaftlichem Anpassungsdruck in einer idyllischen Natur lebten. Diese Landschaft ist dabei ein Sinnbild für die Gedanken an Heimat und ein besseres Leben.

Im Rahmen der Installation werden Inseln aus Moos zwischen Projektor und Projektionswand auf dem Boden drappiert, die die Natur in den Ausstellungsraum einbinden und damit eine Verbindung zwischen Projektion und der räumlichen Umgebung schaffen sollen. Dieses Moos ist dabei auch ein Sinnbild für die Entwurzelung und Neuansiedlung in einer neuen Umgebung.

Der Film selbst ist aus den Gedanken an Heimat entstanden, die mich zur Zeit meines viermonatigen Stipendiums an der Kunsthogskolen in Oslo, Norwegen begleitet haben.

Animated Self Drowning | Animationsfilm | Loop | 2008

Animated Self-Portrait | Animationsfilm | Loop | 2006

Fischanimation | Animationsfilm | Loop | 2006

Puppenanimation | Animationsfilm | Loop | 2006

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